Kanada

Marktdaten zu Kanada

Kanada statistics Kanada ist der größte Staat auf dem nordamerikanischen Kontinent und der zweitgrößte Staat weltweit. Kanada ist ein Bundesstaat, der sich aus derzeit drei Territorien und 10 Provinzen zusammensetzt.

Die Provinzen besitzen ein hohes Maß an Autonomie und regeln viele Verwaltungsaufgaben in Eigenregie, die in den Territorien von der Bundesregierung übernommen werden. Aufgrund der großen Landesfläche bestehen erhebliche Unterschiede in den geographischen und klimatischen Ausprägungen des Landes. Im überwiegenden Teil Kanadas ist das Klima gemäßigt-kalt (boreales Klima), mit kurzen aber durchaus heißen Sommern und langen kalten Wintern. In den Küstenregionen wird das Wetter maßgeblich durch die Nähe zum Pazifik (Westküste) und dem Atlantik (Ostküste) geprägt. In den Atlantikprovinzen Ontario und Quebec macht sich zusätzlich der Golfstrom bemerkbar; die Jahreszeiten sind stärker ausgeprägt mit zumeist mildem Frühjahr und Herbst. In der Provinz Ontario befindet sich mit Ottawa nicht nur die Hauptstadt sondern mit Toronto auch die größte Stadt Kanadas.

Die offiziellen Amtssprachen in Kanada sind Englisch und Französisch, obwohl nur ein vergleichsweise geringer Anteil der Gesamtbevölkerung französischsprachig ist. Dieser Umstand liegt in der Staatsgeschichte von Kanada begründet. Ende des 15. Jahrhunderts wurde Nordamerika durch Seefahrer in Diensten der englischen Krone entdeckt jedoch zunächst nicht dauerhaft besiedelt. Französische Expeditionen Anfang des 16. Jahrhunderts gründeten die ersten Siedlungen; in den folgenden Jahrzehnten siedelten sich zunächst hauptsächlich Franzosen auf dem heutigen kanadischen Staatsgebiet an und gründeten u.a. 1608 Quebec. Die Briten siedelten sich erst Anfang des 17. Jahrhunderts in nennenswerter Zahl in Nordamerika an, jedoch weiter südlich in den Gebieten der späteren "Dreizehn Kolonien", aus denen die Vereinigten Staaten von Amerika hervorgingen. Im Laufe zahlreicher Konflikte und Kriege zwischen Briten und Franzosen verloren die Franzosen in der Folge des "Pariser Frieden" nahezu sämtliche ihrer nordamerikanischen Territorien, behielten aber weitgehende Rechte, u.a. hinsichtlich der offiziellen Verwendung der französischen Sprache. Ende des 18. Jahrhunderts wurde das Siedlungsgebiet getrennt in das englischsprachige Gebiet Oberkanada und das französischsprachige Gebiet Niederkanada, die jeweils eigene Parlamente besaßen. Im Zuge des Britisch-Amerikanischen Krieges (1812-1814) kämpften französische und britische Kanadier gemeinsam und es entstand erstmals ein kanadisches Nationalgefühl, das wenige Jahre später (mit dem Act of Union 1840) in der Vereinigung Ober- und Niederkanadas in die Vereinigte Provinz Kanada mündete. 1867 erlangte die Provinz Kanada den Status des Dominion und somit faktisch die Unabhängigkeit von der britischen Krone als eigenständige Nation. In diesem neu geschaffenen kanadischen Bundesstaat wurde die ehemalige Provinz Kanada in die zwei getrennten Provinzen Quebec und Ontario aufgeteilt und weitere Provinzen traten der Konföderation bei. In den folgenden Jahrzehnten erweiterte sich das Staatsgebiet stetig. Einerseits schlossen sich bisher eigenständige Provinzen dem Bundesstaat an, andererseits erweiterte sich das Staatsgebiet auch durch Zukäufe. 1949 schloss sich die ehemalige britische Kolonie Neufundland als letzte Provinz dem Bundesstaat an. Die vollständige Souveränität erreichte Kanada 1982, blieb aber Mitgliedsstaat des Commonwealth of Nations, womit Königin Elisabeth II. weiterhin offizielles Staatsoberhaupt von Kanada ist.

Aufgrund seiner Geschichte besteht eine traditionell starke Verbundenheit zu Großbritannien und Frankreich, die sich in einer Vielzahl enger Kooperationen ausdrückt. Kanada ist Gründungsmitglied der Vereinten Nationen und Mitglied zahlreicher weiterer internationaler Organisationen und Zusammenschlüsse wie der G7. Die politischen und wirtschaftlichen Verbindungen zu den USA sind eng, aber gerade im Hinblick auf die Außenpolitik grenzt sich Kanada oftmals von den USA ab und verfolgt eigenständige Ziele.

Kanada ist ein klassisches Einwanderungsland und hat gemessen an der Bevölkerungszahl, weltweit den meisten Zuwanderern dauerhaften Aufenthalt ermöglicht. Die Migrationspolitik von Kanada wird von der internationalen Gemeinschaft oftmals als Vorbild verstanden. Sie fußt dabei auf zahlreichen Programmen und differenzierten Ansätzen, die nicht nur den Zugang und Aufenthaltsstatus regeln, sondern insbesondere auch eine gelungene Integration forcieren. Kanada definiert sich in Abgrenzung zu den USA (auch als Resultat seiner Gründungsgeschichte) als multikulturelle Gesellschaft und verankerte 1985 und 1988 den Multikulturalismus als Grundrecht in der kanadischen Verfassung.

Gemessen an der großen Landesfläche weist Kanada nur eine sehr geringe Gesamtbevölkerung und dementsprechend geringe Bevölkerungsdichte auf. Dennoch wächst die Bevölkerung Kanadas, nicht nur aufgrund hoher Zuwanderungszahlen, sondern auch wegen der, im Vergleich zu anderen Industrienationen, relativ hohen Fertilitätsrate. Kanada ist eine der größten Volkswirtschaften der Welt und verzeichnet seit Jahren stabile Wachstumsraten. Allerdings weist Kanada auch eine relativ hohe Staatsverschuldung auf, die sich in den vergangenen Jahren kontinuierlich vergrößerte.

Dieser Bereich bietet wichtige demografische und wirtschaftliche Daten zu Kanada. Er enthält jährlich erhobene Basis-Kennzahlen, die zumeist in langen Zeitreihen dargestellt werden. Die wichtigsten Statistiken sind in einem Dossier gebündelt. Darüber hinaus werden weitere Studien und Reports zum Land bereit gestellt.

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